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Anleitung Skikanten schleifen

Skikanten oder Snowboardkanten selber schleifen ist keine schwierige Aufgaben. Wenn man die Werkzeuge so verwendet wie angegeben kann man eigentlich nichts falsch oder kaputt machen.

Mit nur drei Teilen kannst Du eine Skikante zwischendurch nachschärfen, mit nur vier Teilen sogar schon so schleifen daß es dem Ergebnis eines Skiservices im Sportgeschäft in nichts nachsteht.

Aber Du kannst natürlich auch versuchen die perfekte Skikante zu schleifen. Ist halt etwas mehr Zeitaufwand. Welche Optionen Du hast erfährst Du in dieser Skikanten-Schleifanleitung. Viel Spaß.

Schritt 1 - Verhärtungen entfernen - PFLICHT

Bevor Du mit einer Diamantfeile oder einer Stahlfeile arbeitest solltest Du am Besten mit einem groben Schleifstein Scharten und Verhärtungen von der Kante entfernen. Diese beschädigen sonst die Feilen unnötig.

Anwendung: den Schleifstein naß machen und seitlich und belagseitig einfach die Kante entlang fahren. Stößt Du auf Widerstand schleifst Du so lange hin und her bis die Stelle wieder glatt ist.

Schleifsteine werden am Besten freihändig verwendet, so hat man das beste Gefühl ob der Stein aufliegt. Kaputt machen kannst Du nichts, sobald Du nur minimal verkantest schleift der Stein nicht mehr.

Ein Alu-Oxydstein gehört zur Grundausstattung jeder Kantenschleifausrüstung.

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Kauftipps: die gängigsten Steine sind Alu-Oxydsteine mit einer Körnung zwischen 80 und 120. Welche Körnung ist eigentlich egal, den Unterschied merkt niemand. Und zwei Steine wie von einigen Anbieter in Sets angeboten werden ist Blödsinn.

Etwas hochwertiger sind Silizium-Carbid-Steine. Diese sind schärfer und glatter, allerdings auch teurer. Da kann man 150-250er Körnung nehmen, die Oberfläche wird dann etwas glatter.

Schleifsteine werden in der Regel freihändig verwendet, da spielt die Größe keine Rolle. Wenn Du sie lieber einspannen möchtest solltest Du auf die Stärke achten. Bei 5,5mm ist meistens Schluß.

Schritt 2 - Seitenwange abziehen - OPTIONAL

Irgendwann kommt der Zeitpunkt an dem die Kante so stark abgeschliffen ist daß die Feile an der Kunststoff-Seitenwange anstößt und nicht mehr greift. Wann das der Fall ist kommt auf die Seitenform des Skis und der Häufigkeit der Schleifvorgänge an.

Dann brauchst Du einen Seitenwangenabzieher mit einem Hartmetall-Schneidmesser. Wenn Du viel schleifst solltest Du Dir einen zur Sicherheit zulegen. 

Anwendung: das Einstellen eines Seitenwangenabziehers ist je nach Modell etwas fummelig. Das Schneidmesser muß in der Höhe und der Tiefe so eingestellt werden daß das Schneidmesser Material abträgt aber nicht ins "rattern" kommt.

Runde Messer sind etwas einfacher einzustellen als Eckige. Diese erzeugen dafür ein geraderes Profil. Geschmackssache.

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Kauftipps: das Ergebnis ist bei allen Seitenwangenabziehern im Prinzip identisch da alle das selbe Schneidmesser haben.

Der Unterschied zwischen einem günstigen und einem Top-Produkt liegt in dem Einstellkomfort. Aufwändigere Seitenwangenabzieher sind einfacher einzustellen. Wenn Du diesen nur selten benötigst ist das zu vernachlässigen. Brauchst Du ihn regelmässig kann das schon nerven. 

Schritt 3 - Belagsseitige Kante schleifen - OPTIONAL

Normalerweise reicht es wenn Du den Ski oder das Board gelegentlich ins Sportgeschäft bringst um einen stark zerkratzten Belag wieder glatt schleifen zu lassen. Dabei wird auch die belagsseitige Kante wieder im passenden Winkel geschliffen. Dazwischen genügt es wenn Du die Kante unten mit einem Schleifstein oder Diamantfeile nur glättest.

Wenn Du die belagsseitige Kante individuell schleifen möchtest, benötigst Du dazu einen Belagskantenschleifer. Damit kannst Du die Skikante zwischen 0,5 und 2,0 Grad abhängen.

Anwendung: die belagsseitige Kante sollte so selten wie möglich mit einer Stahlfeile geschliffen werden da die Kante bei jedem Schliff etwas mehr abgetragen wird. Das bedeutet man kann nur einmal 0,5 Grad schleifen, beim nächsten Mal ist 0.75 Grad einzustellen.

Aus diesem Grund empfehlen wir daß Du nur mit Schleifsteinen oder Diamantfeilen arbeitest. Die glätten und schärfen ohne daß Material abgetragen wird.

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Kauftipps: es gibt verstellbare Vario-Belagskantenschleifer und solche mit festen Winkeln. Da man wie gesagt nur einmal einen bestimmten Winkel schleifen kann benötigst Du 2-3 verschiedene Festwinkel. Oder einen verstellbaren. Preissache. 

Verwendest Du eine Stahlfeile ist eine möglichst lange Finishfeile am Besten. Die lässt sich gut einspannen und trägt nicht so viel Material ab.

Schritt 4 - Belag abkleben - OPTIONAL

Hast Du einen Seitenkantenschleifer oder Feilenwinkel ohne Rollen kann es vorkommen daß sich Schleifspäne unter der Gleitfläche festsetzen welche dann feine Kratzer im Belag hinterlassen.

Das ist normal kein Problem, eher ein optischer Fehler aber wer damit ein Problem hat sollte den Skibelag vor dem Schleifen mit einem Klebeband abkleben.

Anwendung: klebe das Belagschutzband entlang der Skikanten auf den Skibelag. Natürlich ohne Falten.

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Kauftipps: Bealgschutzbänder sind sehr dünne und glatte Kunststoff-Klebebänder welche sich leicht und rückstandsfrei wieder ablösen lassen.

Schritt 5 - Kante nachschärfen - EMPFEHLUNG

Bevor Du mit einer Stahlfeile an die Skikante gehst solltest Du zuerst versuchen ob Du die Skikante auch mit einer Diamantfeile scharf bekommst. Das funktioniert sehr gut wenn Du die Skikante nach jedem Skitag mit einer Diamantfeile nachschärfst. Damit sparst Du nicht nur Zeit sondern schonst auch die Skikante vor schneller Abnutzung. Und Du hast jeden Tag eine scharfe Skikante.

Am Besten ist Du nimmst nach dem Schleifstein eine mittlere oder feine Diamantfeile und versuchst ob Du die Kante scharf bekommst. Wenn ja optimal, wenn nicht dann mußt Du doch mit der Stahlfeile weitermachen.

Anwendung: tauche die Diamantfeile am Besten regelmäßig in ein Wasserglas um die Feile unempfindlicher gegen das Zusetzen mit Schleifstaub zu machen. 

Dann fährst Du 2-3 mal über die belagsseitige Kante und die Seitenkante. Nicht fest drücken, sonst brechen die Diamanten aus der Verklebung. Es reicht ein leichter Druck damit die Diamanten arbeiten.

Prüfe zwischendurch die Schärfe der Kante indem Du mit dem Fingernagel über die Kante schabst. Wird Material abgetragen ist die Kante scharf. Wird sie nicht scharf, hilft nur eine Stahlfeile.

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Kauftipps: Diamantfeilen gibt es in verschiedenen Körnungen, Qualitiäten und Ausführungen.

Wenn Du mehrere Diamantfeilen verwendest, achte darauf daß die Diamantflächen das selbe Muster haben. Dann ist es der selbe Hersteller und die Feilen sind optimal aufeinander abgestimmt. Vermeide unterschiedliche Modelle.

Ob Du zum Nachschärfen eine grobe, mittlere oder feine Diamantfeile nimmst ist egal. Die groben arbeiten etwas schneller, mit den feineren mußt Du halt einmal mehr darüber fahren, dafür wird die Oberfläche besser geglättet.

Schritt 6 - Kante schärfen - PFLICHT

Reicht die Diamantfeile nicht mehr um die Kante scharf zu bekommen mußt Du auf eine Stahlfeile zurückgreifen. Diese wirkt zerspanend und tragt Material von der Stahlkante ab. Dadurch können auch stark abgenutzte Skikanten wieder geschärft werden.

Zum Schleifen mit einer Stahlfeile benötigst Du einen Vario-Kantenschleifer oder einen Feilenwinkel. Mit welchem Du besser bedient bist ist Geschmacksache. Die einen kannst Du verstellen, die anderen sind präziser.  

Anwendung: wähle den Feilenhalter mit dem gewünschten Schleifwinkel bzw. stelle den Vario-Schleifer entsprechend ein. Die gängigsten Winkel sind:

Snowboards werden meist mit 89 Grad geschliffen da sie überwiegend in Parks oder im Gelände  unterwegs sind wo eine scharfe Kante nicht benötigt wird bzw. eher gefährlich werden kann.

Bei Alpinskifahrer werden entweder 88 oder 87 Grad verwendet. Den Unterschied merkt beim Fahren keiner. Unser Tipp: wenn Du eine Kante mit mehr Haltbarkeit möchtest nimm einen 88er, möchtst Du Dich bei Fachgesprächen als Sportler outen, nimm 87 Grad.  

Fahre dann mit dem Schleifer mit gleichmäßigen überlappenden Zügen über die Kante ohne dabei Druck auszuüben. Die Schärfe der Feile ist entscheidend wie viel Material abgetragen wird.

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Kauftipps: Vario Kantenschleifer gibt es mit oder ohne Rollen. Schleifer ohne Rollen können feine Kratzer im Belag verursachen wenn sich Stahlspäne darunter festsetzen. Nichts für empfindliche Menschen. Die Rollen lassen den Schleifer leichter und gleichmäßiger gleiten.  

Die Unterschiede bei den Alu-Feilenwinkeln liegen in erster Linie bei der Oberflächenbearbeitung. Reine Optik. Bei den einfachen Geräten werden die Feilen mit einer separaten Feilenzwinge fixiert, hochwertige Geräte haben eine integrierte Klemmvorrichtung. Geräte mit Edelstahleinsätzen sind verschleißfester.

Die passende Skikantenfeile

Anwendung: Setup-Feilen sind die Skifeilen mit dem höchsten Materialabtrag. Diese werden verwendet wenn man viel von der Kante wegnehmen muß.

Entweder beim Einschleifen neuer Winkel, z.B. von 88 Grad auf 87 Grad. Oder wenn man sehr stark beschädigte oder rostige Kanten hat.

Setup-Feilen nimmt man nur wenn es unbedingt nötig ist da der Kantenabtrag recht hoch ist und die Kante geschwächt wird.

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Kauftipps: Standardqualität laut DIN sind die sogenannten Werkstattfeilen. Diese sind dazu da einfach Material abzutragen wenn es nicht um Präzision geht.

Anspruchsvolle Serviceleute nehmen sogenannte Präzisionsfeilen, diese sind härter und präziser im Hieb und halten nicht nur deutlich länger sondern sind auch effektiver.

Standardlänge ist 100mm, längere Feilen haben den Vorteil daß man mehr Fläche fürs Geld bekommt. Die sind also wirtschaftlicher. Dafür etwas unhandlicher und passen nicht in jeden Kantenschleifer.

Anwendung: 2nd-Cut-Feilen sind die Universal-Skifeilen mit mittlerem Materialabtrag. Diese werden verwendet wenn die Skikanten normal abgenutzt sind oder man nur eine Feile kaufen möchte.

2nd-Cut-Feilen sind Standardmäßig in vielen Kantenschleifern enthalten. Meistens ist es eine 80mm lange Werkstattfeile von Icecut. 

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Kauftipps: Standardqualität laut DIN sind die sogenannten Werkstattfeilen. Diese sind dazu da einfach Material abzutragen wenn es nicht um Präzision geht.

Anspruchsvolle Serviceleute nehmen sogenannte Präzisionsfeilen, diese sind härter und präziser im Hieb und halten nicht nur deutlich länger sondern sind auch effektiver.

Standardlänge ist 100mm, längere Feilen haben den Vorteil daß man mehr Fläche fürs Geld bekommt. Die sind also wirtschaftlicher. Dafür etwas unhandlicher und passen nicht in jeden Kantenschleifer.

Anwendung: Finish-Feilen sind die feinsten Skifeilen die nur wenig Material abtragen und dafür eine glattere Oberfläche erzeugen. Je glatter die Oberfläche desto länger hält die Schärfe der Skikante.

Finishfeilen nimmt man wenn man regelmäßig schleift bevor die Skikanten zu stark abgenutzt sind. Dann wird weniger Material abgetragen und der Ski hält theoretisch länger.

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Kauftipps: Standardqualität laut DIN sind die sogenannten Werkstattfeilen. Diese sind dazu da einfach Material abzutragen wenn es nicht um Präzision geht.

Anspruchsvolle Serviceleute nehmen sogenannte Präzisionsfeilen, diese sind härter und präziser im Hieb und halten nicht nur deutlich länger sondern sind auch effektiver.

Standardlänge ist 100mm, längere Feilen haben den Vorteil daß man mehr Fläche fürs Geld bekommt. Die sind also wirtschaftlicher. Dafür etwas unhandlicher und passen nicht in jeden Kantenschleifer.

Schritt 7 - Kante glätten - OPTIONAL

Wenn Du die Skikante nach dem Schleifen mit der Stahlfeile noch einmal mit der mittleren Diamantfeile nacharbeitest wird die Oberfläche etwas glatter was den Verschleiß reduziert da glatte Skikanten weniger Angriffsfläche gegenüber den Eiskristallen bieten.  

Außerdem wird die Skikante noch etwas schärfer. Dieser Arbeitsschritt entspricht RMS-Level 3.

Anwendung: tauche die Diamantfeile am Besten regelmäßig in ein Wasserglas um die Feile unempfindlicher gegen das Zusetzen mit Schleifstaub zu machen. 

Dann fährst Du 1-2 mal über die belagsseitige Kante und die Seitenkante. Nicht fest drücken, sonst brechen die Diamanten aus der Verklebung. Es reicht ein leichter Druck damit die Diamanten arbeiten.

Bei diesem Vorgang werden auch gleichzeitig evtl. vom Schleifen mit der Stahlfeile entstandene Grate entfernt.

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Kauftipps: Diamantfeilen gibt es in verschiedenen Körnungen, Qualitiäten und Ausführungen.

Wenn Du mehrere Diamantfeilen verwendest, achte darauf daß die Diamantflächen das selbe Muster haben. Dann ist es der selbe Hersteller und die Feilen sind optimal aufeinander abgestimmt. Vermeide unterschiedliche Modelle da es hier zu Überschneidungen in der Abstufung kommen kann.

Schritt 8 - Kante polieren - OPTIONAL

Nach dem Glätten mit der mittleren Diamantfeile kannst Du das selbe mit einer feinen Diamantfeile widerholen.

Dadurch wir die Skikante noch etwas schärfer und glätter und damit noch etwas widerstandsfähiger.

Dieser Arbeitsschritt entspricht RMS-Level 4.

Anwendung: tauche die Diamantfeile am Besten regelmäßig in ein Wasserglas um die Feile unempfindlicher gegen das Zusetzen mit Schleifstaub zu machen. 

Dann fährst Du 1-2 mal über die belagsseitige Kante und die Seitenkante. Nicht fest drücken, sonst brechen die Diamanten aus der Verklebung. Es reicht ein leichter Druck damit die Diamanten arbeiten.

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Kauftipps: Diamantfeilen gibt es in verschiedenen Körnungen, Qualitäten und Ausführungen.

Wenn Du mehrere Diamantfeilen verwendest, achte darauf daß die Diamantflächen das selbe Muster haben. Dann ist es der selbe Hersteller und die Feilen sind optimal aufeinander abgestimmt. Vermeide unterschiedliche Modelle da es hier zu Überschneidungen in der Abstufung kommen kann.

Schritt 9 - Kante feinpolieren - OPTIONAL

Nach dem Polieren mit der feinen Diamantfeile kannst Du noch einen Schritt mehr anwenden und zusätzlich mit einer extrafeinen Diamantfeile die Skikante feinpolieren (hohnen)

Dadurch wir die Skikante nocheinmal etwas schärfer und glätter und damit noch etwas widerstandsfähiger. Das beste Ergebnis was Du mit Diamantfeilen erzielen kannst.

Dieser Arbeitsschritt entspricht RMS-Level 5.

Anwendung: tauche die Diamantfeile am Besten regelmäßig in ein Wasserglas um die Feile unempfindlicher gegen das Zusetzen mit Schleifstaub zu machen. 

Dann fährst Du 1-2 mal über die belagsseitige Kante und die Seitenkante. Nicht fest drücken, sonst brechen die Diamanten aus der Verklebung. Es reicht ein leichter Druck damit die Diamanten arbeiten.

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Kauftipps: Diamantfeilen gibt es in verschiedenen Körnungen, Qualitäten und Ausführungen.

Wenn Du mehrere Diamantfeilen verwendest, achte darauf daß die Diamantflächen das selbe Muster haben. Dann ist es der selbe Hersteller und die Feilen sind optimal aufeinander abgestimmt. Vermeide unterschiedliche Modelle da es hier zu Überschneidungen in der Abstufung kommen kann.

Schritt 10 - Kante härten - OPTIONAL

Du legst Wert auf eine Skikante die möglichst lange scharf bleibt? Dann kannst Du diese mittels eines Arkansas-Naturschleifsteines härten. Diese extrem harten Steine verdichten die Oberfläche der Stahlkante und machen diese so widerstandsfähiger.

Dieser Arbeitsschritt entspricht RMS-Level 6.

Anwendung: tauche den Arkansas-Stein in Wasser, NIE mit Schleiföl verwenden, das ist schlecht für den Skibelag.

Dann fährst Du 1-2 mal mit Druck über die belagsseitige Kante und die Seitenkante. Jetzt hast Du die maximale Schärfe und Lebensdauer erreicht.

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Kauftipps: Arkansas-Steine sind Natursteine mit der Bezeichnung Novaculit welche in einem Steinbruch in Arkasas/USA abgebaut werden.

Es gibt zwei Qualitäten, einmal die Ausführung "hard" und die härtere Qualität "true hard". Die beiden lassen sich einfach voneinander unterscheiden, die "true hard" Steine sind transluszent, also leicht durchscheinend. Die "hard" Versionen sind weiß bis grau.

Da Arkansas-Steine Naturprodukte sind gibt es natürlich Farb- oder Qualitätsunterschiede zwischen einzelnen Steinen. Kann man nicht vermeiden. Es ist allerdings unerheblich von welcher Marke der Stein verkauft wird.

Schritt 11 - Kante brechen - INDIVIDUELL

Ganz zum Schluss kannst Du bei Bedarf die Skikanten mit einem Schleifgummi vorn und hinten wieder abrunden. Das bewirkt daß der Ski oder das Board nicht so aggressiv auf Fahrfehler reagiert und Du etwas mehr Zeit zu Fehlerkorrektur hast. 

Eine ungebrochene Kante reagiert sofort wenn der Ski aufgekantet wird, auch wenn es nicht beabsichtigt ist. Das erhöht das Sturzrisiko vor allem wenn man Mittags etwas müder und unkonzentrierter wird.

Anwendung: nimm den Schleifgummi und fahre hinten und vorne mehrmals kräftig über die Spitze der Skikante um diese abzurunden.

Manche nehmen dazu auch einen Schleifstein oder die Diamantfeile, aber mit einem flachen Werkzeug etwas rund zu machen ist eher suboptimal.

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Kauftipps: Bei den Schleifgummis gibt es unterschiedliche Härten. Weiche oder mittlere Schleifgummis eignen sich zum Kanten brechen und Rost von Metallflächen zu entfernen.

Harte oder sehr harte Schleifgummis nimmt man zum Entgraten da die Spitze der Kante nicht so schnell gerundet wird.

Ein Schleifgummi sollte man eigentlich immer dabei haben, denn ist ein Ski mal verschliffen, das passiert auch im Sportgeschäft immer wieder einmal, dann kann man z.B. einen Grat problemlos entfernen oder die Skikante etwas mehr brechen.   

Materialliste - was brauchst Du wirklich?

Je nach Anspruch sind unterschiedliche Arbeitsschritte sinnvoll oder notwendig. Hier eine kleine Übersicht welche Produkte für welche Zielgruppe empfehlenswert sind. 

Zielgruppe EASY
RMS-Level 2

Grundausstattung zum Nachschärfen im Skiurlaub. Bestehend aus Alu-Oxyd-Schleifstein, grobe oder mittlere Diamantfeile oder Diamant-Pocketschleifer und Kantenschleifgummi. Sollte man eigentlich immer dabei haben.

Zielgruppe SPORT
RMS-Level 3

Die vier wichtigsten Produkte um eine Ski- oder Snowboardkante auf Neuskiniveau zu schleifen. Bestehend aus Alu-Oxyd-Schleifstein, mittlere Diamantfeile, Seitenkantenschleifer mit Universalfeile und Kantenschleifgummi. Ideal für Einsteiger.

Zielgruppe TRAINING
RMS-Level 4

Wie die SPORT-Ausstattung nur mit einem zusätzlichen Seitenwangenabzieher und einer feinen Diamantfeile zum Polieren der Skikante für mehr Schärfe und Standzeit. 

Zielgruppe PRO
RMS-Level 5

Wer sehr hohe Ansprüche hat der kann seine Ausrüstung noch um einen Belagskantenschleifer, einer extra feinen Diamantfeile zum Feinpolieren und einem Arkansas-Schleifstein zum Härten der Skikante für maximal Schärfe und höchste Standzeit.